Philipp Löhle

Genannt Gospodin

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Gospodin und die Welt kommen nicht zusammen. Statt einen Job zu suchen, streift er mit seinem Streichellama durch die Fußgängerzone. Seine Freunde nennen das "betteln". Gospodin nennt es "unabhängig von jeder Arbeitsmühle angenehm antikapitalistisch überleben". Doch das Lama wird ihm von Greenpeace weggenommen – aus Tierschutzgründen. Seine Kumpels leihen sich Verstärker, Kühlschrank und Fernseher – auf Nimmerwiedersehen. Die Freundin haut ab mit Matratze und Telefon. Als Gospodin nichts mehr hat außer dem Stroh seines Lamas, könnte die Tragödie eines Außenseiters beginnen. Statt dessen beginnt die Komödie eines Aussteigers, der sich unerwünschter Jobangebote erwehren muss und dann auch noch auf dubiose Weise zu einer Menge Geld kommt, um das ihn prompt alle anbetteln. Die Geschichte endet im Knast. Eine Tragödie? Nicht für Gospodin.

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Genannt Gospodin
von Philipp Löhle
Uraufführung am 28. Oktober 2007 im Schauspielhaus Bochum, Theater unter Tage

Regie: Kristo Šagor, Bühne und Kostüme: Sebastian Kloos, Licht: Jan Bregenzer, Dramaturgie: Alexandra Althoff. Mit: Michael Lippold, Agnes Riegl, Karsten Dahlem, Jele Brückner.

www.schauspielhausbochum.de


Mehr lesen? Hier geht's zu unserer Mülheim-Nachtkritik von "Genannt Gospodin", und hier lesen Sie den Bericht von der Publikumsdiskussion.

Auf nachtkritik.de lesen Sie über die Bochumer Premiere und die Münchener Zweitinszenierung von "Genannt Gospodin", ebenso wie über Philipp Löhles Stück "Die Kaperer" und seinen Beitrag zur Deutschland-Saga der Berliner Schaubühne "Big Mitmache". Außerdem die Meldung zur Vergabe des (halben) Autorenpreises des Heidelberger Stückemarkts an Philipp Löhle.
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